Dort wo‘s kracht und stinkt und trotzdem was gelingt – Der Alltag eines Chemielaboranten

Mein Name ist Sabrina Siekemeyer und wie viele schon wissen, darf ich dieses Jahr Teil des Organisationsteams für die Nacht der Ausbildung sein. Da ich schon immer sehr naturwissenschaftlich orientiert war, habe ich mich nach dem Abitur für eine Ausbildung zur Chemielaborantin bei Heraeus entschieden. Und genau diese möchte ich euch nun etwas näher bringen.

Eine solche Ausbildung dauert in aller Regel 3 ½ Jahre. Das erste Jahr verbringt man bei Heraeus fast ausschließlich im Ausbildungslabor. Aber auch in den weiteren 2 ½ Jahren kommt man immer mal wieder phasenweise in das Ausbildungslabor zurück um dort sein Wissen intensiv zu erweitern. Man lernt dort innerhalb seiner Gruppe mit und für einander die wichtigen Arbeitsmethoden, -geräte und ihre theoretischen Hintergründe. Also angefangen bei dem Umgang mit Glasgeräten, über Titration, Filtration, Photometrie, dem Kochen verschiedenster Präparate (u.a. Acetylsalicylsäure -> der Wirkstoff von Aspirin) bis hin zur Analyse per HPLC, GC und AAS bekommt man alles mit auf den Weg.

In der anderen Zeit durchläuft man bei Heraeus einige Abteilungen, in welchen man mit der unterschiedlichsten Arbeit, welche ein Chemielaborant ausüben kann, vertraut gemacht wird. Im Sommer letztes Jahr war ich beispielsweise in der Analytik eingesetzt und durfte lernen, wie man den Edelmetallgehalt von Proben bestimmen kann. Hier kam es besonders auf höchste Präzision an, Edelmetalle sind schließlich teuer. Anschließend war ich in einer Entwicklungsabteilung tätig, welche edelmetallhaltige Farben (wie beispielsweise den typischen Goldrand von Biergläsern) entwickelt, herstellt und/oder für die Kunden optimiert.

Derzeit lerne ich gerade ein Physiklabor kennen, welches sich mit der Entwicklung von verschiedenen Strahler befasst. Hier erhalte ich noch einmal völlig andere Eindrücke, da die Arbeit nicht im klassischen Sinn die eines Chemielaboranten ist.

Unterbrochen werden diese Abteilungsphasen immer noch regelmäßig von meist 2-wöchigen Berufsschulblöcken an der Ludwig-Geissler-Schule. Dort wird hauptsächlich für das theoretische Know-how gesorgt.

Ihr merkt man kann durch in dem Ausbildungssystem von Heraeus sein Wissen sehr breit fächern. Außerdem bekommt man immer wieder Chancen und Möglichkeiten sich einzubringen und Selbstständigkeit unter Beweis zu stellen (beispielsweise bei der Nacht der Ausbildung). Und genau diese Dinge, diese wertvollen Erfahrungen, schätze ich total an meiner Ausbildung.

Seid ihr neugierig geworden? Oder wollt ihr noch mehr über die Ausbildung zum Chemielaboranten wissen? Dann kommt am 10. März zur Nacht der Ausbildung. Dort könnt ihr meine Kollegen und mich antreffen und alles fragen, was euch interessiert. Wir freuen uns auf euch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.